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Präsenz oder Online: Lernorganisation im Vergleich für dezentrale Teams
Präsenz oder Online: Lernorganisation für dezentrale Teams im Vergleich, mit Kosten, Technik, Plattformen wie ILIAS und Moodle, Betreuung und Ergebnissen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Präsenztage bündeln Übung, Rückmeldung und Austausch an einem Ort, kosten aber Reisezeit und Fahrtkosten.
- Online-Einheiten sparen Reisekosten, verlangen dafür stabile Technik und aufmerksame Moderation.
- Lernplattformen wie ILIAS, Moodle oder Cornerstone bündeln Kurse und Lernstände an einer Stelle.
- Für verteilte Standorte bleibt die Mischung aus wenigen Präsenztagen und laufenden Online-Einheiten üblich.
Vier Vergleichskriterien im Überblick
Präsenz
- Kosten
- Fahrt, Hotel, Raum, Ausfallzeit
- Technik
- Raum, Beamer, Arbeitsmaterial
- Betreuung
- direkte Rückmeldung, größere Runden
- Ergebnisse
- Rollenspiele im Raum
Online
- Kosten
- Plattformlizenz, Support, Ausfallzeit
- Technik
- ILIAS, Moodle, Teams, Zoom, Webex
- Betreuung
- Moderation nötig, kleine Gruppen
- Ergebnisse
- Gruppenräume, Transferaufgaben
Die vier Kriterien fallen unterschiedlich stark auseinander. Gewichtung für dezentrale Teams: Kosten 40 Prozent, Betreuung 25 Prozent, Technik 20 Prozent, Ergebnisse 15 Prozent. Danach ist Online die erste Wahl, wenn Reisekosten und Ausfallzeit stark ins Gewicht fallen. Präsenz bleibt erste Wahl, wenn Übungen mit Material im Raum und schnelle direkte Rückmeldung im Vordergrund stehen.
Vier Vergleichskriterien im Überblick
Präsenz
- Kosten
- Fahrt, Hotel, Raum
- Technik
- Raum, Beamer
- Betreuung
- direkte Rückmeldung
- Ergebnisse
- Rollenspiele im Raum
Online
- Kosten
- Plattformlizenz, Support
- Technik
- ILIAS, Moodle, Teams
- Betreuung
- Moderation nötig
- Ergebnisse
- Gruppenräume, Transferaufgaben
Kosten: Reisezeit gegen Plattformgebühr
Der deutlichste Unterschied liegt bei den Kosten. Präsenzschulungen verursachen Fahrtkosten, Übernachtungen und Raummieten. Hinzu kommt die bezahlte Ausfallzeit der Teilnehmenden. Online-Formate verursachen vor allem Lizenzgebühren für die Plattform und Aufwand für den technischen Support.
Beispielrechnung für 24 Beschäftigte an vier Standorten, zwei Schulungstage:
Die 45 Euro je Stunde sind eine gerundete Annahme für die Personalstunde, die 300 Euro je Person eine Annahme für Bahnfahrt und Übernachtung.
Online setzen wir eine Lizenz von 8 Euro je Person und Monat an, typische Preise liegen zwischen 3 und 15 Euro. Für 24 Personen sind das 2.304 Euro im Jahr, Support rund 460 Euro. Die Ausfallzeit halbiert sich auf einen Tag je Person, also 8.640 Euro. Summe rund 11.400 Euro.
Technik und Plattformen für verteilte Standorte
Online-Lernorganisation steht und fällt mit der Technik an jedem Standort. Nötig sind eine erreichbare Plattform, ausreichende Bandbreite und geeignete Endgeräte. Lernmanagementsysteme bündeln Kurse, Teilnehmerlisten und Lernstände.
Das deutschsprachige Open-Source-System ILIAS wird an Hochschulen und in Unternehmen eingesetzt, dokumentiert in der Dokumentation und Funktionsbeschreibung von ILIAS. Moodle ist als weiteres Open-Source-System verbreitet. Cornerstone OnDemand verbindet Lernverwaltung mit Talent- und Leistungsmodulen. Docebo setzt auf automatisierte Kursempfehlungen und Berichte. SAP SuccessFactors Learning ist auf die Integration mit SAP-Personalprozessen und Compliance-Schulungen ausgelegt.
Für Videokonferenzen stehen Microsoft Teams, Zoom oder Cisco Webex bereit. BigBlueButton lässt sich als Open-Source-Konferenz in Moodle einbinden. Eine Ersatzschaltung per Telefonkonferenz gehört in die Planung.
Betreuung und Moderation im Vergleich
Online fehlen direkte Reaktionen und müssen ersetzt werden. Kurze Abfragen, Chatfragen und feste Sprechzeiten übernehmen das. In Teams und Zoom helfen Gruppenräume, Übungen in Kleingruppen zu verlegen. In ILIAS und Moodle stehen Foren, Tests und Lernstandskontrollen für die Zeit zwischen den Terminen bereit.
Für synchronen Online-Unterricht mit Übungen gelten zwölf bis fünfzehn Teilnehmende als praktikabel. Präsenz verträgt größere Runden, weil die Moderation weniger Technik koordinieren muss.
Ergebnisse und Transfer
Vergleichbare Lernergebnisse entstehen nicht durch das Format, sondern durch Übungsanteil, Wiederholung und Anwendung am Arbeitsplatz. Präsenz ermöglicht Rollenspiele und direkte Rückmeldung im selben Raum. Online lassen sich dieselben Übungen durchführen, wenn Gruppenräume, gemeinsame Dokumente und anschließende Transferaufgaben eingeplant sind.
Für die Messung eignen sich in beiden Formen dieselben Instrumente: Wissenstests vor und nach der Maßnahme, Beobachtungen der Führungskraft und vereinbarte Transferziele im Mitarbeitergespräch.
Förderung und rechtlicher Rahmen
Der Bund unterstützt berufliche Weiterbildung mit Programmen und Strategien, beschrieben in der Seite Berufliche Weiterbildung beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Für Unternehmen, die Beschäftigte qualifizieren, gibt es Zuschüsse zu Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt. Die Förderung von Weiterbildung für Unternehmen bei der Bundesagentur für Arbeit fasst die Bedingungen zusammen.
Für sicherheitsrelevante Unterweisungen gelten eigene Vorgaben. Hinweise zur Qualifizierung im Arbeitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung betreffen Inhalte und Wiederholungen. Bei Präsenzveranstaltungen mit Übernachtung sind Reisekostenregelungen und Arbeitszeitfragen zu klären. Bei Online-Formaten kommt der Datenschutz hinzu, etwa bei Aufzeichnungen und Teilnehmerlisten.
Häufige Fragen
Wann ist Präsenz die bessere Wahl?
Wenn Teamstart, Konfliktklärung oder praktische Übungen mit Material im Vordergrund stehen.
Wie viele Personen passen in eine Online-Einheit?
Für synchronen Unterricht mit Übungen sind kleine Gruppen sinnvoll, zwölf bis fünfzehn Teilnehmende gelten als praktikabel.
Welche Fördermittel kommen infrage?
Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt Zuschüsse zu Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt. Ob ein Unternehmen anspruchsberechtigt ist, hängt von Größe, Rechtsform und Qualifizierungsziel ab.
Wie lassen sich Ergebnisse vergleichen?
Mit denselben Instrumenten in beiden Formaten: Wissenstest vor und nach der Maßnahme, Transferziel im Mitarbeitergespräch und Rückmeldung der Führungskraft.



